Interview mit Azubi Corinna

Name: Corinna Kaiser

Ausbildung: 3.-jährige Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin

Ausbildungsjahr: 3

Wie bist du zu dem Beruf gekommen?

Corinna: Ich wollte immer in die Pflege. Durch meinen besten Freund habe ich ein Praktikum im Elisabethhaus gemacht. Dabei habe ich erkannt, dass es genau das ist, was ich beruflich machen möchte.

Was gefällt dir besonders an der Arbeit?

Corinna: Der Kontakt zu den älteren Menschen. Man bekommt so vieles von den Bewohnern zurück und hat eine Bindung zu ihnen. Auch das man den Menschen über längere Zeit begleitet.

Was fiel dir am Anfang an deiner Arbeit schwer?

Corinna: Dass ich mich den Menschen zeitlich weniger zuwenden konnte, wie erhofft. Sonst wäre ich auch meinem Zeitplan gekommen. Das ist am Anfang für mich schwer genug gewesen, den einzuhalten.

… hat sich das geändert? Wenn ja, was hat sich geändert?

Corinna: Ja, heute habe ich genug Erfahrung und Routine. Dadurch weiß ich, wie ich meinen zeitlichen Ablauf gestalten muss. Heute kann ich den Kontakt zu den Bewohnern pflegen und komm mit meinen Arbeitsanforderungen trotzdem zurecht.

Wie aufgehoben fühlst du dich?

Corinna: Ich habe mich von Anfang an gut aufgehoben gefühlt. Das Team hat mich herzlich aufgenommen und hat mir geholfen, mich ins Team zu integrieren.

Welche Vorstellung hast du für die Zukunft?

Corinna: Ich möchte meine Ausbildung erfolgreich abschließen und in diesem Beruf arbeiten. Außerdem möchte ich die Weiterbildung zum Praxisanleiter machen.

Würdest du deine Arbeit weiterempfehlen? Und Warum?

Corinna: Ja, definitiv. Man hat eine Bindung zu den Bewohnern, eine pflegerische und medizinische Ausbildung und einen Beruf, in dem man etwas bewirkt.

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Der Verwaltungspraktikant stellt sich vor

Verschiedene Leute haben irritiert gefragt, was ich bitteschön in der Verwaltung tue, deshalb möchte ich mich hier kurz erklären: Ich mache ein Praktikum von einem Semester aufgrund der Tatsache, dass mein Studium danach verlangt. Beim besagten Studium handelt es sich um BWL im fünften Semester an der FH Offenburg, genauer an der äußerst beschaulichen Zweigstelle Gengenbach. Der Studienplan sagt, dass das Praxissemester im vierten Semester anzusetzen ist, aber der Studienplan hat keine Ahnung.

Ich heiße Thilo Kattinger, bin Jahrgang 93 und komme ursprünglich aus St. Georgen. Ich habe beschlossen, in der Ev. Altenhilfe St. Georgen zu praktizieren, weil ich vorhabe, an meinen BWL-Bachelor einen Gesundheitsmanagement-Master anzuhängen. Die EAH wirkte dabei im Vorfeld ausreichend groß und mit ihren Angeboten von stationärer Pflege bis EaR und NBH ausreichend breit aufgestellt, um mir sowohl einen recht umfassenden Einblick in den Altenpflegesektor, als auch einen guten Überblick über Geschäftsprozesse von der Akquise bis zur Abrechnung über Personalverwaltung zu bieten.

Ich finde das Praktikum ziemlich hilfreich, weil ich nicht nur wie befürchtet, zur Verrichtung simpelster Tätigkeiten eingesetzt werde, sondern nach Möglichkeit in den Arbeitsalltag integriert werde. Gigantische Wissenslücken werden dabei nebenher Stück für Stück gefüllt, teils indem ich Grundlagen und Abläufe erklärt kriege, wenn jemand meint, dass ich etwas wissen sollte, teils indem ich merke, dass mir etwas fehlt und ich frage. Dumme Fragen werden mir in wechselnder Ausführlichkeit beantwortet, je nachdem, wie gestresst der Gefragte jeweils ist, die Leute scheinen hier durchaus daran interessiert, dass ich nicht dumm sterbe.

Wobei ich mir uneinig bin, wie gut ich das finde, ist, dass ich als „Mädchen für alles“ für alles Mögliche eingesetzt werde, ich mache Fahrdienst, habe mehrere Kubikmeter Akten geschleppt, beim Bowlefest als Küchenhilfe mitgearbeitet. Gegen Arbeit muss man sich hier aktiv wehren, falls man irgendwann Freizeit möchte.

Ich als Student bin es gewohnt, um 19 Uhr aufzustehen weil um 20 Uhr der Aldi zu macht. Entsprechend hart trifft mich der Arbeitsbeginn zwischen 8 und 9 Uhr morgens.

In diesem Sinne Gute Nacht.

 Mit freundlichen Grüßen

 Thilo