-Rumänien- Auslandspraktikum

Wir berichteten am 04. April über die verschiedenen Kooperationspartner der EAH in Rumänien. Im letzten Abschnitt erwähnten wir auch das Auslandspraktikum für unsere Schüler. Nun ist es so weit am 24.04. werden sich unsere Linda und Jessica in den Flieger nach Rumänien setzen. Linda, die ihr ja schon von unserem Recruiting Video kennt, ist  19 Jahre alt und befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr zur examinierten Altenpflegefachkraft. Jessica ist 21 Jahre alt und so wie Linda ebenfalls  im zweiten Ausbildungsjahr.

Die zwei Mädels sind schon ziemlich aufgeregt, auch wir sind alle sehr gespannt, wie es ihnen in der Zeit gehen wird. Am Mittwoch war ein Vertreter der Presse da, um die Zwei zu interviewen und heute ist ein ausführlicher Bericht in den Zeitungen.

Auslandspraktikum Linda&Jessica

Nach dem Pressetermin konnten sie dann mit Frau Eisenrauch (Pflegedienstleitung Lorenzhaus) und Frau Sula (stellv. Geschäftsführerin, Personalleiterin) jedes Detail der Reise in Ruhe besprechen. Wir haben es uns natürlich auch nicht nehmen lassen und haben ihnen selber noch drei, für uns interessante, Fragen gestellt:

  • Welche Erwartungen habt ihr an das Auslandspraktikum?

Linda: „ Das man andere Dinge sieht, auch vor allem was die Unterscheide zwischen den beiden Ländern sind.  So kann man das auch miteinander vergleichen. Und natürlich das wir am Flughafen gut ankommen und das uns jemand dort abholt.“

Jessica: „Neue Erfahrungen sammeln und mal sehen wie es dort so ist.“

  • Wie fühlt ihr euch bei dem Gedanken, dass ihr vier Wochen in Rumänien seid?

Linda: „Ich freu mich auf die Erfahrung und ich find es wirklich ne gute Sache, dass wir vom Betrieb diese Möglichkeit bekommen. Ich werde aber schon alle Zuhause vermissen. Die Schule bereitet mir noch Kopfzerbrechen, haben direkt nach dem Praktikum unseren nächsten Block und wir können uns ja jetzt nicht wirklich darauf vorbereiten.“

Jessica: „Ich bin sehr nervös, man weiß ja nicht was auf einen zukommt. Ich hoffe, dass wir dort nicht uns selbst überlassen sind und wir was zum Essen bekommen und unsere Wäsche waschen können.“

  • Wie habt ihr euch auf das Praktikum vorbereitet?

Linda: „Ich packe meinen Koffer und nehmen mit… ich hab mich jetzt nicht gesondert vorbereitet. Ich bin da jetzt einfach spontan und mit einer positiven Einstellung rangegangen. Ich weiß ja Jessica kommt mit und das war mir wichtig.“

Jessica: „Gar nicht…Einfach mal schauen was auf einen zukommt.“

Die zwei werden während des Auslandsaufenthaltes als Redakteure auf Facebook eingesetzt. Das bedeutet, dass sie uns regelmäßig über die Ereignisse informieren können. Natürlich werden Frau Sula und Freu Eisenrauch regelmäßig mit den Beiden in Kontakt stehen, damit auch alles reibungslos funktioniert. Im Mai werden dann Herr Schrieder, Frau Sula, Frau Eisenrauch und Frau Wolf-Baum unsere Schüler besuchen gehen.

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Rund um die Pflege und Versorgung

Der Pflegestützpunkt in Villingen gibt Ihnen kostenlose Auskunft zum Thema Pflege und Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen. Sie stehen Ihnen auch mit Rat und Tat zur Seite. Von Montags bis Freitags können Sie sich mit Ihren Fragen an das Team des Pflegestützpunktes wenden.

Am 11.04.2016 findet zu diesem Thema „Rund um die Pflege und Versorgung“ ein Vortrag des Pflegestützpunkts in St. Georgen statt. Weitere Information zu diesem Vortrag finden Sie unter: http://www.gesundheitsnetzwerk-sbk.de/veranstaltungen/rund-um-die-pflege-und-versorgung.html

 

 

-Rumänien-

Die EAH im Ausland….wie kommt der Träger sozialer Einrichtungen ausgerechnet nach Rumänien?

Diese Frage stellen sich Mitarbeiter wie Angehörige, wenn sie von den verschiedenen Projekten der EAH hören. Hier mal einen kurzen Einblick zu der Entstehung der Kooperationen in Rumänien.

Nach dem Umzug der letzten Bewohner vom alten Lorenzhaus ins Elisabethhaus 2013 stand der Altbau mit noch so manchem Möbelstück und Einrichtungsgegenstand leer. Es stellte sich somit auch die Frage wohin mit den noch zum Teil gut erhaltenen Pflegehilfsmitteln. Über eine persönliche Bekannte stellte Herr Schrieder Kontakt zu einem rumänischen Krankenhaus her. Das „Spitalul Clinic Judetean de Urgenta“ in Targu Mures  war dringend auf Spenden jeglicher Art angewiesen. 2014 war es dann so weit, alle noch funktionsfähigen Pflegebetten, Pflegenachttische und andere noch übrigen Pflegehilfsmittel, die sich im alten Lorenzhaus finden ließen, wurden mit Hilfe eines Sattelschleppers in Begleitung von Herrn Schrieder nach Targu Mures gebracht. Der Transport wurde über Spenden verschiedener Unternehmen und Privatpersonen aus St. Georgen finanziert. Auch die Schüler der Robert-Gerwig-Schule bekam von dem Vorhaben mit und wollten sich ebenfalls aktiv an dem gelingen des Projektes beteiligen. Sie organisierten einen Springwettbewerb mit der Aktion pro Sprung = 1€. Die Aktion war so erfolgreich, dass die erforderte Summe überschritten wurde. In der Zwischenzeit stellte Herr Schrieder einen Kontakt zu einem Verein in Viscri her. Der Verein stellt die Versorgung der älteren Menschen in dem Dorf und Umgebung sicher und ist ähnlich wie eine Sozialstation organisiert. Auch unterstützt der Verein die Jugendarbeit im Dorf. Über diesen Kontakt konnte die Spendensumme der Schüler für die Erneuerung des Daches des Jugendzentrums in Viscri verwendet werden. Ebenfalls wurde das Jugendzentrum mit Tischen und Stühlen aus dem alten Lorenzhaus ausgestattet. Mittlerweile ist der Verein “Viscri Incepe“ fester Partnerverein der St. Georgener Altenhilfe e.V.. Das besondere ist, dass sich der Verein über eigens hergestellte Wollartikel wie Hausschuhe, Socken und Mützen finanziert. Das heißt, dass die Frauen im Dorf aus der Wolle ihrer Schafe die Artikel selber herstellen und dann verkaufen. Ein Teil der Einnahmen kommen dann dem Verein zugute, der dann wiederrum die medizinische Versorgung der älteren Menschen sicherstellt. Die St. Georgener Altenhilfe hat zum Beispiel letztes Jahr ca. 200 Artikel aus Viscri erworben und sie dann als Weihnachtsgeschenke an die Bewohner der stationären Einrichtungen verschenkt. Auch bietet die EAH die Möglichkeit, dass Jugendliche aus Viscri im Lorenzhaus oder Elisabethhaus ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren können, um Auslandserfahrungen zu sammeln.

Neben der Partnerschaft mit dem Verein besteht auch eine Kooperation mit einem Altenheim in Hermannstadt. Das “Altenheim Dr. Carl Wolff“ bietet unseren Auszubildenden einen Auslandseinsetz in ihrer Einrichtung an. Es gehen ab Mitte April zwei unserer Azubis für 4 Wochen nach Rumänien. Sie können so Erfahrungen sammeln und auch ihren Horizont erweitern. Herr Schrieder, Frau Sula und Frau Eisenrauch werden im Mai für vier Tage die Schüler besuchen gehen und dabei auch in Viscri vorbei schauen….übrigens noch so nebenbei als Randinformation…Prinz Charles besitzt ein Haus in Viscri…

 

Jahreszeitliche Veranstaltungen

Für unsere Bewohner im Lorenzhaus und im Elisabethhaus gibt es nicht nur regelmäßige Veranstaltungen wie beispielsweise Singen und Sitztanz, sondern es werden auch jahreszeitliche Feste gefeiert. Über das Jahr verteilt finden ca. 10 bis 12 Veranstaltungen statt. Zu diesen Veranstaltungen zählen Neujahrsempfänge, Fastnacht, Osterfeste, Sommerfeste, Erntedank und die Weihnachtsfeiern, um nur ein paar Veranstaltungen zu nennen.

Unsere Bewohner sind dabei immer herzlich eingeladen die Feste mitzugestalten, um diesen Festen noch eine persönliche Note zu geben. Und vor allem bereiten die Feste den Bewohnern, Angehörigen und Personal sehr viel Spaß.

 

Jahreszeitliche und regelmäßige Veranstaltungen dienen aber nicht nur der Abwechslung zum Alltag, sondern geben auch wichtige Orientierungshilfen im alltäglichen Leben. Orientierungshilfen werden gerade im Alter immer wichtiger, da auf Grund bestimmter Krankheitsbilder wie z.B. Demenz, die Orientierung in Zeit und Raum eingeschränkt sein kann. Um unseren Bewohnern eine Struktur zu geben, in der sie sich zu Recht finden können, aber auch um eine vertraute Welt aufrecht zu erhalten, nutzen wir viele verschiedene Möglichkeiten. Zum einen nutzen wir die Jahreszeiten und die Natur als Orientierung, die sich z.B. in der Dekoration in den Häusern wiederspiegeln. Zum anderen strukturieren wir die Tage, Wochen und Monate für unsere Bewohner durch regelmäßigen Veranstaltungen und die jahreszeitlichen Feste.

 

Jahreszeitliche Feste fallen in den meisten Fällen auf Bräuche, die von den Bewohnern auch früher gefeiert worden sind. Gerade bei Festtagen wie Weihnachten oder Ostern kommen sehr oft alte Erinnerungen hoch und gerade junge Menschen wie unsere Auszubildenden, FSJ‘ler und Praktikanten erfahren Geschichten, Traditionen und Bräuche aus alten Zeiten.